Führungskräfte und ihre Erwartungen

Beitrag vom 30.01.2021

Es kommt immer mal wieder vor, dass eine Führungskraft über die Arbeit eines Mitarbeiters sagt: er macht eine großartige Arbeit, aber …! und nach dem „aber“ kommen dann Verweise auf schwache Kommunikationsfähigkeiten oder schwache Teamfähigkeiten oder schwache Verbindlichkeit oder, oder, oder.

Die Frage stellt sich: wie kann ein Mitarbeiter gleichzeitig sehr gut und sehr schwach sein? Ist er dann überhaupt ein guter Mitarbeiter? Die Lösung dieses „Rätsel“ ergibt sich, wenn wir näher darauf eingehen, über welche Arbeiten hier gesprochen wird.

Es gibt offensichtlich sogenannte „Kernaufgaben“ – also Aufgaben, die den Fachauftrag repräsentieren. Und dann gibt es sogenannte „ergänzende Aufgaben“ – das sind jene Aufgaben, die das Aufgabenfeld eines Mitarbeiters komplettieren.

Regelmäßig stellen wir fest, dass Führungskräfte diese ergänzenden Aufgaben weniger scharf im Blick haben, wie die Kernaufgaben. Tatsächlich ist es hier schwieriger, Ansprüche zu formulieren. In Workshops mit Führungskräften zu diesem Thema entstehen oft 2 Phasen.

In der ersten Phase entsteht Sprachlosigkeit, vielleicht auch Skepsis (nicht entscheidend, nicht objektiv). Wenn wir dann unsere Vorschläge einbringen, stellen sie in einer zweiten Phase fest, wie sehr sie sich wünschen, dass Mitarbeiter diese Erwartungen erfüllen würden.

Damit ist ein wichtiger Schritt in der Führung getan: Klärung der Erwartungen – vollständig.

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