Schlüsselfunktion Kommunikation

Beitrag vom 25.05.2022

Was hat „Kommunikation“ an sich, dass sie eigentlich nur schieflaufen kann?

Zu spät, falsch, gar nicht, zu wenig, zu vage, zu viel, zu … usw. Offensichtlich kann man es anderen nie so ganz recht machen. Bei der Analyse von Konflikten spielt die Art und Weise, wie Kommunikation zwischen den Streitparteien gelaufen ist, eine zentrale Rolle.

Die „Vier Münder und vier Ohren“ des Hamburger Psychologen Friedemann Schulz von Thun kennt fast jeder. In der Regel sind rudimentäre Teile dieses Konzeptes geläufig – wie z.B. „Die Ampel ist grün!“ oder „Beziehungsebene“. Interessant ist aber, dass dieses Konzept im Alltag keine Rolle spielt. Dabei spielt hier die Musik.

Das Thema „Fakenews“ macht uns deutlich, was passiert, wenn zwei Parteien auf der Inhaltsebene sich nicht verständigen wollen. Ohne eine solche Verständigung kommen Menschen aber nicht zusammen. Jeder kennt die enorme Wirkung von Körpersprache und von Satzmelodie. Sie können jeden inhaltlichen Austausch dominieren.  Die Betrachtung der Apell-Ebene verdeutlicht, dass Apelle oft einfach nicht ankommen. Und die Ebene der Selbstoffenbarung macht uns darauf aufmerksam, dass wir Botschaften über unser eigenes Befinden senden.

In Coachings und Seminaren mit Führungskräften ermuntere ich dazu, sensibel für diese vier Ebenen zu werden. Das erleichtert das Leben. Und das geht am besten durch Beobachtung: welche Ebenen kann ich erkennen? Was passiert eigentlich auf diesen Ebenen? Könnte das auch anders gehen?

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