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Glaubwürdigkeit

Impuls vom 10.10.2018, Franz Arnold, EVOLOG

Klar: Führungskräfte müssen glaubwürdig sein; sie sollen Vertrauen rechtfertigen und Vertrauen genießen. Wenn die Glaubwürdigkeit verloren gegangen ist, dann ist alles schal und hohl.

Glaubwürdigkeit ist die Folge dessen, was wir sagen und tun – und alles wirkt da zusammen: Auftreten und Inhalte sowie vor allem, wie wir reagieren und argumentieren.

Es ist nicht bekannt, wie man systematisch Glaubwürdigkeit herstellen kann. Aber es ist bekannt, was Glaubwürdig gefährdet und was auch bei bestem Willen der Führungskraft zu Distanz, Skepsis und Misstrauen führt.

Die vertretenen Inhalte dürfen nicht unrealistisch, widersprüchlich und wechselhaft sein. Wer heute dies und morgen jenes behauptet, kann keine Glaubwürdigkeit erwarten.

Das ist oft eine große Herausforderung, weil es die Rolle der Führungskräfte ist, die Geschäftspolitik zu vertreten – und wenn diese wechselhaft und problematisch ist, dann steht man zwischen Loyalität und persönlicher Glaubwürdigkeit.

Dann kommt es darauf an, das Unternehmens so zu vertreten, dass die Mitarbeiter verstehen, was verkündet ist, und dass man zugleich verdeutlicht, welche Schwierigkeiten man sieht – ohne darüber illoyal zu werden; denn auch das, kostet eine Führungskraft die Glaubwürdigkeit.

Der Mitarbeiter erwartet zu Recht, dass eine Führungskraft in ihrer Position zum Unternehmen steht. Wenn das nicht mehr möglich ist, dann ist Konsequenz gefordert: Abschied aus der Führungsposition.

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