Zuviel Konkurrenz schadet dem Team

William Muir von der Purdue University untersuchte die Produktivität von Hühnern (Zahl der Eier). Für eine Gruppe wählte er die „Höchstleister“ aus und sorgte dafür, dass sich nur die besten fortpflanzten. Eine andere Gruppe bestand aus durchschnittlichen Hühnern, die nicht weiter selektiert wurden.

Nach sechs Generationen waren die Hühner in dieser Durchschnittsgruppe gut genährt, vollgefiedert und ihre Produktivität hatte sich signifikant erhöht.  In der Gruppe der Super Chicken waren bis auf drei alle tot – von den anderen zu Tode gepickt.

Die Super Chicken konnten sich durchsetzen. Die gezielte Selektion verstärkte die Aggression und das Konkurrenzverhalten dann nochmals. Wer gegeneinander kämpft, setzt sich zwar als Individuum durch, verschwendet als Gruppe aber Energie. Der Fokus auf individueller Höchstleistung fördert also Konkurrenzkampf und dysfunktionale Teams.

Im Rahmen des Projekts ‚Aristoteles’ wurde bei Google untersucht, was aus einer Gruppe von Menschen ein effektives Team macht:

1. Psychologische Sicherheit als das mit Abstand wichtigste Prinzip, d.h. die Team-Mitglieder sagen offen ihre Meinung und gehen Risiken ein

2. Das Prinzip der Verlässlichkeit: Können wir uns darauf verlassen, dass jeder seine Arbeit pünktlich und gut erledigt?

3.  Struktur und Klarheit: Sind Ziele, Rollenverteilung und die Ausführungswege im Team klar?

4. Sinn: Wird an etwas gearbeitet, was jedem im Team wichtig ist?

5. Einfluss: Glauben wir daran, dass unsere Arbeit einen Unterschied macht?

Autor: Beate Rahn

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