Virtuelles Kennenlernen und analoges Bauchgefühl

Der Trend zu virtuellen Vorstellungsgesprächen hat sich im Zuge der Corona-Pandemie enorm verstärkt. Plötzlich war es die einzig mögliche Form, überhaupt mit Bewerber/innen in Kontakt zu kommen, auch in Branchen und Bereichen, in denen das bislang weniger üblich war wie beispielsweise im Handwerk.

Wie finden Bewerber/innen den Erstkontakt per Videochat eigentlich?


Auch sie schätzen die Vorteile gegenüber Telefonaten: Mimik, Gestik und Körperhaltung können – wenn auch teilweise eingeschränkt – zusätzlich zu Stimme, Intonation und Inhalten wahrgenommen und eingeschätzt werden.

Trotzdem ist es deutlich schwieriger, ein „Bauchgefühl“ zu entwickeln: kein Gebäude, kein Eingangsbereich, keine Mitarbeitenden, die man im Vorbeilaufen sieht, kaum Smalltalk mit den Gesprächspartnern…

Hier müssen Sie auf Unternehmensseite eine Antwort darauf finden, wie sich diese Eindrücke virtuell vermitteln lassen.

Beispielsweise am reibungslosen technischen Ablauf lesen Bewerber/innen nicht nur Routiniertheit im Umgang mit neuen Medien, sondern auch und vor allem Wertschätzung und Respekt ihrer Person gegenüber ab.

Ein weiterer Aspekt sind die – häufig unbewussten – Interpretationen. Ein kleines Beispiel ist der minimale Zeitversatz in den Videos, der dazu führt, dass man sich häufig gegenseitig ins Wort fällt – und dann auch darüber ärgert.

Wichtig ist es an diesen Stellen, offen solcherlei Schwierigkeiten anzusprechen und vorab Regeln zu vereinbaren; außerdem ist es erforderlich, die eigenen Interpretationen diesbezüglich noch einmal besonders kritisch zu hinterfragen. Und damit auch das eigene Bauchgefühl!

Autorin: Nina Tackenberg

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