Reintegration des Mitarbeiters – Eine Aufgabe der Führung?

Jeder dritte bis vierte Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Erkrankung. Psychische Erkrankungen sind heute eine Hauptursache für Verrentungen.

Viele Führungskräfte sind unsicher, wie sie mit psychisch erkrankten Mitarbeitern umgehen sollen.

Was tun, wenn der Mitarbeiter nach langer Abwesenheit zurückkehrt? Der Erfolg einer Reintegrationsmaßnahme hängt nicht unwesentlich von der Begleitung des Mitarbeiters durch die Führungskraft ab.

Aber welche Unterstützung braucht der Mitarbeiter im Rahmen einer Reintegrationsmaßnahme? Mitarbeiter klagen darüber, dass sie nach ihrer Rückkehr zu viel oder zu wenig gefordert werden. Häufig finden keine klärenden Rückkehrgespräche statt. Aber nicht aus fehlendem Interesse der Führung, wie viele Mitarbeiter meinen, sondern eher aus Unsicherheit, wie man sich gegenüber dem Mitarbeiter verhalten soll.

Die Erfahrung bestätigt, während einer Reintegration trägt gut geplante und auf die Erkrankung abgestimmte Arbeit zur Gesundung bei. Die Voraussetzung aber ist, dass Führungskräfte offen mit dem Thema Krankheit umgehen.

Es ist wichtig, dass sich Führungskräfte mit den Auswirkungen psychischer Erkrankung auf die Arbeit auseinandersetzen. Hier bietet es sich an, die Fachexpertise von Arbeitspsychologen in den Reintegrationsprozess miteinzubeziehen. Das Ergebnis – der Erfolg eines Reintegrationsprozesses – wird nicht mehr dem Zufall überlassen. Das entlastet die Führungskraft, wie auch den Mitarbeiter.