‚Human Library‘ – ein Projekt wider Vorurteile und Denkgewohnheiten

Ronni Abergel im Garten der Human Library in Kopenhagen.

Foto: The Human Library Organization

Beitrag vom 06.04.2022

In der Human Library können Sie sich Menschen ausleihen – statt Büchern. Für 20 Minuten können Sie mit ihnen über ihren Werdegang und ihre Erfahrungen sprechen – sie sind ein offenes Buch. Online oder in Präsenz.

Der dänische Journalist Ronni Abergel, hat Human Library im Jahre 2000 gegründet. Viele Personen in der Human Library kennen das Schicksal in eine Schublade gesteckt zu werden, sie werden stigmatisiert, sei es z.B. aufgrund ihres Gewichts, ihres Berufs, ihrer religiösen oder politischen Orientierung. In dem Projekt wird sehr darauf geachtet, dass teilnehmende Personen gut behandelt werden.

Die Human Library gibt es inzwischen in 80 Ländern. Jeder Leser sucht ein Thema aus und kann dann mit jemandem sprechen, der damit Erfahrungen gesammelt hat. Ein Polizist, eine Stripperin, ein Jude, eine Muslimin – das eröffnet die Chance die Perspektive Andersdenkender und Anderslebender einzunehmen und Vorurteile abzubauen.

Alle Personen in der Human Library sind unbezahlte Freiwillige. Staatliche Förderung bekommt die gemeinnützige Organisation keine, deshalb finanziert Abergel die kostenlosen Events seit kurzem mit Veranstaltungen für große Firmen wie Microsoft oder Amazon.

Diversität ist in der Arbeitswelt ein zunehmend wichtiges Thema – das Projekt leistet dafür einen wertvollen Beitrag.

Autorin: Beate Rahn

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