Glauben heißt nichts wissen…unsere Planungsgrundlage

Beitrag vom 11.05.2022

Im Moment scheint niemand zu wissen, wie es wirklich weiter geht. Ganz neu ist diese Erkenntnis nicht, aber sie verweist uns auf ein eigentlich immer schon vorhandenes Problem: unsere Planungen.

Sie sind antizipierend und damit unsicher. Sie fußen auf Dingen, die wir annehmen und glauben, die mehr oder weniger hohe Eintrittswahrscheinlichkeiten haben, auch wenn wir sie „berechnen“. Bei offensichtlichen Dingen ist uns das klar (niemand kann die Preisentwicklung von Gas und Öl sicher vorhersagen), schwer wird es für uns bei Sekundär- und Tertiäreffekten. Der wohl vorübergehende Mangel an Speiseöl und Mehl befremdet uns, weil er uns überrascht, das nicht Einkalkulierte zeigt. Gleichzeitig mahnt er uns: kalkuliere auch das Überraschende ein! Leider geht das aber gar nicht, weil es ja sonst per definitionem nicht mehr überraschend wäre.

Was also kann man tun? Es ist immer noch eine gute Idee: die eigenen Planungen und Planungsvoraussetzungen wirklich ausdrücklich zu machen. Die einzelnen Faktoren lassen sich noch auf implizite Annahmen untersuchen, die sie enthalten, die uns aber oft verborgen bleiben. Das sollte ein eigener Arbeitsschritt sein. Wesentlich mehr kann man nicht tun, aber damit leben wir schon immer, nur bemerken wir es im Moment deutlich.

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