Führung mit Leiden-schaft

Ist Führen mit Leidenschaft ungesund? Die Zahlen sagen ja. Psychische Erkrankungen nehmen bei Führungskräften stärker zu als sie es in Deutschland durchschnittlich tun (BKK 2011).

Engagierte Führungskräfte arbeiten häufig mehr und machen weniger Pausen. Sie gehen an 8,3 Tagen trotz Krankheit zur Arbeit und erholen sich nicht angemessen. Gerade die untere und mittlere Führungsebene gilt als besonders gefährdet. Starker Zeit- und Erfolgsdruck, hohe Arbeitsdichte bestimmt hier den Alltag (AOK 2011). Die Leidenschaft bleibt auf der Strecke. Die Generation Y aber will mehr Freiräume für Privates. Work-Life-Balance nicht nur in der Theorie.

Erste Konsequenzen sind bereits spürbar. Unternehmen klagen darüber, dass es immer schwieriger wird, Mitarbeiter für die mittlere Führungsebene zu gewinnen.

Heute wird der Schwerpunkt zu oft dahin gelegt, dass sich die Menschen an die Arbeitsbedingungen anpassen. Die Zahlen zeigen deutlich, Unternehmen müssen sich wieder mehr mit der Anpassung der Arbeitsmittel und Arbeitsbedingungen an den Menschen beschäftigen. Der Idealfall, ein ausgewogenes Verhältnis und damit die Grundlage für ein gesundes Unternehmen.

Sonst sterben Führungskräfte bald aus.