Digitale Erschöpfung?

Immer häufiger wird in den Medien von digitaler Erschöpfung berichtet, zu viel Smartphone, E-Mail-Verkehr und Informationen. Gleichzeitig bemängeln Mitarbeiter regelmäßig in den Mitarbeiterbefragungen, dass sie zu wenig Informationen erhalten und die Kommunikation im Unternehmen mangelhaft sei.

In der Verantwortung sieht man die Führung, die zu wenig kommuniziere. Die Führungskräfte klagen ihrerseits über zu wenig Kommunikation und Information vom Vorstand und Aufsichtsrat. Nun stellt sich die Frage, was steht in den Emails, den WhatsApp, was wird besprochen bei Telefonaten und online Konferenzen? Die Bedingungen für Kommunikation und Informationsübermittlung stellen heute eine ideale Basis dar für einen Austausch über alle Grenzen hinweg. Häufig sieht man Mitarbeiter und Führungskräfte in Unternehmen über dem Smartphone sitzen? Aber was wird da übermittelt? Ist das eher eine Kommunikation mit sich selbst?

Die Frage: Schauen Führungskräfte öfter auf ihr Smartphone, als ins Gesicht ihrer Mitarbeiter? Da wundert es nicht, dass der Bedarf an Achtsamkeitstraining stetig steigt. Ein erster Lösungsvorschlag: Besprechungen und Seminare ohne Smartphone. Das steigert die Aufmerksamkeit auf das Geschehen und die Achtsamkeit denen gegenüber, die mit im Raum sitzen. Die Idee: „Schalten wir dies doch einfach im Führungsseminar einmal aus“ lässt sich jedoch nicht so leicht umsetzen. Die Sorge: Was ist, wenn Führung gerade auch an einer anderen Stelle gebraucht wird? Was machen meine Mitarbeiter, wenn ich nicht erreichbar bin? Eine interessante Frage, der sie einmal nachgehen sollten.