Arbeiten bis 66 – geht das überhaupt?

Wir werden bis 66 oder noch länger arbeiten müssen. In einigen Berufen ist dies kaum vorstellbar, in anderen Berufen scheint es keine Altersbegrenzung zu geben. Immerhin ist es möglich mit 78 noch Präsident der USA zu werden.

Viele Mitarbeiter*innen können sich nicht vorstellen jenseits der 60 noch lange zu arbeiten. Auch haben Unternehmen häufig keine genaue Vorstellung davon, wie Arbeit ab 60 aussehen kann. Man wartet darauf, dass der Kollege*in, der schon seit einigen Jahren keine Veränderung mehr mitmachen will bzw. dem man sie nicht zutraut, endlich in Rente geht. Was das angesichts des demographischen Wandels für Konsequenzen für Unternehmen hat, kann man sich gut vorstellen. Aber was ist eine altersfreundliche Arbeitsgestaltung?

Die Empfehlung: eine möglichst vielseitige Tätigkeit, Tätigkeitswechsel und Handlungsspielräume sind für Ältere wichtig, um ihre kognitiven Kompetenzen auf hohem Niveau zu halten (Marquié /Gajewski 2010a)

Motivation älterer Mitarbeiter*innen, ein wichtiges Thema für die Führung. Klärung der Erwartungen, Berücksichtigung möglicher körperlicher Einschränkung, ob Schicht- und Nachtarbeit noch möglich ist, sollten hier ganz vorne stehen. Das Ziel: die vorhandenen Ressourcen der älteren Beschäftigten möglichst lange zu erhalten.

Wir sind aufgerufen uns um ein realitätsbezogenes, positives Altersbild zu bemühen. Erwartungen an Ältere sollten nicht bereits aufgrund des Lebensalters heruntergeschraubt werden. Für Entwicklung, Veränderung oder Neuanfang gibt es keine Altersbegrenzung.

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